2019

 

22. Oktober 2019: Duo Marpolino – Amerie Schlösser (Harfe) und Kerstin Draken (Mandoline)

Welch ein fantastischer Abend mit Amerie und Kerstin. Mit über 30 Besuchern, darin eingeschlossen viele Familienangehörige, haben wir die Grenzen des Kulturzimmers getestet. Die jungen Nachwuchs-Talente in ihrem jeweiligen Fach haben uns sowohl mit ihren Solo-Stücken als auch mit ihrem gemeinsamen Musizieren verzaubert.

Die beiden jungen Musikerinnen hatten sich im Juni 2019 beim Jugend musiziert-Bundeswettbewerb in Halle (Saale) wiedergetroffen und konnten es nicht lassen, ihre zusammen 52 Saiten zum Schwingen zu bringen.
Funken der Leidenschaft, Ausgelassenheit und Experimentierfreude sprühten – das war die Geburtsstunde vom Duo Marpolino – als Verschmelzung aus den italienischen Bezeichnungen ihrer Instrumente Mandolino und Arpa.
Beide musizieren sowohl solistisch als auch im Ensemble sehr erfolgreich und werden als Jungstudentinnen gefördert.

Und das war das Programm:

Sonate D-Dur (Rondo) Francesco Antonio Rosetti (1750 – 1792)
– Mandoline & Harfe –

Aki – Herbst: 2. Fantasia, op. 43 Jiro Nakano (1902 – 2000)
– Mandoline solo –

Sonata François-Joseph Naderman (1781 – 1835)
– Harfe solo –

Adagio ma non troppo (WoO 43b) Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
– Mandoline & Harfe –

Perpetual Movement Yasuo Kuwahara (1946 – 2003)
– Mandoline solo –

Andante con variazioni (WoO 44b) Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
– Mandoline & Harfe –

Konzert B-Dur, op. 4 Nr. 6 Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)
– Harfe solo –

Capriccio Nr. 1 Pietro Denis (1720 – 1790)
– Mandoline solo –

Sonatina – Variazioni su tema Beethoven, op. 67 Raffaele Calace (1863 -1934)
– Mandoline & Harfe –
Herzlichen Dank diesen beiden hochtalentierten Musikerinnen, dass ihre Premiere im Kulturzimmer stattgefunden hat.

Kerstin Draken (14 Jahre) wohnt in Troisdorf und spielt seit ihrem 5. Lebensjahr Mandoline.
Sie wird an der Musikschule Limbach unterrichtet und beginnt zum Wintersemester 2019/2020 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln – Standort Wuppertal als Jungstudentin für das künstlerische Hauptfach Mandoline.
Beim Jugend musiziert-Bundeswettbewerb erreichte sie bereits 2018 in der Kategorie Mandoline solo einen 1. Preis mit der in dieser Kategorie über alle Altersgruppen hinweg nur einmal vergebenen maximalen Punktzahl. Für diesen Erfolg wurden ihr ein Sonderpreis des Bund Deutscher Zupfmusiker e.V. und ein Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben verliehen.
In 2019 erzielte sie beim Jugend musiziert-Bundeswettbewerb in der Kategorie Zupf-Ensemble im Mandolinen-Duo erneut einen 1. Preis und konnte beim Landespreisträgerkonzert NRW in der Düsseldorfer Tonhalle einen Teil ihres Programms präsentieren.

Amerie Schlösser ( geb. 30.12.2006) ist Mitglied des Ensembles des Jugendsinfonieorchesters der Tonhalle Düsseldorf. Mit 9 Jahren wurde sie Jungstudierende an der Folkwang in Essen und seit 2018 ist sie bei Schumann Junior an der Musikhochschule in Düsseldorf. 2015 sammelte sie ihre ersten Orchestererfahrungen im Schulorchester des Geschwister Scholl Gymnasiums und seit 2016 ist sie im Kinderorchester der Tonhalle.

Zu Pfingsten dieses Jahres hat sie in Halle an der Saale mit ihrer Duopartnerin im Harfenensemble bei „Jugend musiziert“ einen ersten Preis erspielt und hat anschließend in der Philharmonie in Köln beim Preisträgerkonzert vorgespielt. Auch mit dem Duo Arpolino (Harfe und Klavier) durfte sie in der Landesmusikakademie Heek und in Siegburg Kulturhaus zum Preisträgerkonzert – Schumann Junior Performance auftreten.
(© Axel Rössler für alle Fotos zu diesem Abend)

 

09. und 10. Oktober: Paul O´Brien

„Welch‘ ein grandioses, so erbauliches und menschliches Konzert. Paul is the song he sings and the tales he shares; and the tales and songs are him. So echt, so einfühlsam, so authentisch. Danke. A great bard…..one could listen to him all night long!“ (Kommentar von Joachim S.)

Bereits zum dritten Mal trat der wunderbare Paul O´Brien bei uns auf. Er schafft es immer, eine besondere Atmosphäre im Kulturzimmer zum Schwingen zu bringen. Durch seine inspirierende Art, wie er seine zumeist selbst kreierten Songs mit sehr persönlichen Worten einleitet, entsteht eine besondere Nähe aus Text und Lied. Beide Abende waren restlos ausgebucht und fanden erst nach vielen Zugaben ein Ende – mit dem Versprechen von Paul, bald wiederzukommen. Hier einige Foto- Impressionen ( © Axel Rössler):

 

12. September 2019: Dr. Albert Kitzler

Lesung: „Vom Glück des Wanderns. Eine philosophische Lebensbegleitung“

Eine Liebeserklärung an das Wandern, die Natur und das Leben

Wandern heißt aus dem Alltag heraustreten, Natur erleben, Seele und Körper stärken und damit die Gesundheit fördern. Doch das ist nicht alles: Wandern ist ein Spiegelbild des Lebens – es geht ums Aufbrechen und Loslassen, um Anstiege und Abstiege, um Durststrecken und das erhebende Gefühl, sein Ziele zu erreichen. Wandern lädt ein zum Nachdenken über das Wandern und das Leben und erschließt dabei die stille und wohltuende Kraft, die beidem innewohnt.

 

05. September 2019: Attila Vural

Es war ein Erlebnis: Attila´s virtuose Technik hat das KULTURZIMMER begeistert. Seine Musik klingt wie ein grosser Koffer voller Ferienerinnerungen – doch es sind keine hippen Städtekurztrips oder mondscheinschwangeren Segeltörns, die der 1972 geborene Zürcher Gitarrist mit seinen Tönen nachzeichnet. Vielmehr sind es Reisen der offenen Ohren und der suchenden Augen, auf denen sich der Musiker inspirieren lässt von südamerikanisch angehauchten Rhythmen, dem Jazz entlehnten Tonfolgen und Motiven, sowie erdverbunden poppigen Melodien.

08.Juli 2019: Lesung  Britta Zangen

Die Autorin las aus ihrem neuesten Buch „Alter/n ist großartig – man muss nur wissen wie

Alter und Altern haben zu Unrecht einen schlechten Ruf, davon ist Britta Zangen überzeugt. Sie ermutigt dazu, die Veränderungen des Alters anzunehmen und die Vorzüge in den Mittelpunkt zu rücken, die sich aus einer nie gekannten Freiheit und Unabhängigkeit ergeben. Die Autorin denkt dabei auf unkonventionelle Weise über Weltfrieden und Religion, Liebe und Mitmenschlichkeit, Zufriedenheit und Toleranz, Tod und Krankheit nach.
Unterstützt von den Erkenntnissen der aktuellen Forschung gab sie Tipps, wie man gezielt Gemüt, Kopf und Körper fit hält. Es durfte bei aller ernsthaften und kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema aber auch viel geschmunzelt werden.

Sommerfest im KULTURZIMMER am 22. Juni 2019

wir feierten unser zweijähriges Bestehen!
Programm:
Vernissage zur neuen Ausstellung „LACKMALEREI“ des Düsseldorfer Künstlers Jürgen Krause

Auftritte der Bands „LINK IN THE CHAIN“ und „raufaser“ im Hofeingang neben dem KULTURZIMMER.
Parallel dazu wurde gegrillt und es gab köstliche Salate

Link in the Chain – Bluegrass
„Link in the Chain“ ist eine im Herbst 2017 gegründete Bluegrass-Formation aus der Region Niederrhein. Die fünf Mitglieder sind erfahrene Musiker, die man aus zahlreichen anderen Formationen kennt (Higher Ground, Foggy Haze, raufaser, Trad Pack, Professor Bottleneck and the Juke Kings). Mit Herzblut und multiinstrumental besetzt spielen sie Bluegrass-Klassiker und adaptierte Rock-Songs in einem erdigen Kentucky-Sound, der direkt in Bauch und Beine geht. Ingo Schmitz aus Neuss (Gesang, Gitarre, Banjo), Rolf Heimann aus Jüchen (Gesang, Gitarre, Banjo, Dobro, Mandoline, Bluesharp), Veronika von Rüden (Fiddle, Gesang), Stefan Pelzer-Florack (Gesang, Kontrabass), beide aus Grevenbroich sowie Ronald Jeurissen aus dem niederländischen Sittard (Percussion, Gesang) verbinden traditionelle Musikstile der USA von Country über Bluegrass bis hin zu Blues mit keltischem Einschlag. Mit ihrem lebendigen und kraftvollen Klang der akustischen Instrumente und dem mehrstimmigen Chorgesang lassen sie den Funken überspringen.
raufaser – Lieder & Songs
Das Duo „raufaser“ ist eine seit sieben Jahren bestehende Vater-Tochter-Kombination mit organischer Musikalität und literarischem Tiefgang. Anne singt hierbei mit emotionalem Timbre und und Stefan begleitet sie empathisch auf der Gitarre. Ukulele, Satzgesang und Kontrabass komplettieren ihre eindringlichen Konzerte. Das Repertoire umfasst Liedermacher-Songs, Eigenkompositionen und Gassenhauer.

17. Januar 2019:  Oliver Steller mit seinem Programm „Kurt Tucholsky“

Oliver Steller trat bereits zum 2. Mal im KulturZimmer auf, diesmal mit seinem Soloprogramm „Tucholsky“. Feinsinnig und mit perfekt abgestimmten Gesten interpretierte Oliver Steller Lyrik und Texte von Kurt Tucholsky. Der intime Rahmen und die besondere Aura im KulturZimmer erlaubte eine besondere Teilhabe des Publikums an seiner musikalischen und sprachlichen Qualität . Oliver´s Bemerkung, dass er besonders gern bei uns auftritt, empfanden wir nicht als eine pure Geste der Höflichkeit sondern vielmehr als die authentische Aussage eines virtuosen Künstlers, der trotz seines großen Bühnenerfolgs auf dem Boden der Realität geblieben ist. Danke, Oliver, für diesen wunderbaren Abend!

23. Januar 2019: “SING MIT STEFAN“

wieder ein phantastischer Mitsingabend mit Stefan Pelzer Florack

Am 24. Februar 2019 war mit Andy Irvine eine „Legende“ der Irish Music bei uns zu Gast:

Andy Irvine ist einer der großen irischen Singer/Songwriter. Im Laufe seiner über fünfzigjährigen Karriere ist er selbst zur Tradition geworden und ist einer derjenigen, die die Seele Irlands repräsentieren. Von Sweeney’s Men in den Sechzigern über den enormen Erfolg von Planxty in den frühen 70erns, führten ihn seine Auftritte mit Paul Brady, Patrick Street, Mozaik, LAPD und Usher’s Island zu großer Popularität.
Als Solist wirkt Andy wie ein archetypischer Troubadour und zeigt immer wieder seine enge Nähe zu Woody Guthrie. Sein Repertoire umfasst traditionelle irische Lieder, Tänze aus dem Balkan, wo er längere Zeit gelebt hat, sowie eigene Kreationen.

8. März 2019: Søren Thies : Liebling, mein Herz lässt Dich grüßen…Musik jüdischer Künstler in der Weimarer Zeit

Søren Thies wurde 1969 in Hamburg geboren. Er wuchs vor allem mit klassischer Musik auf und entdeckte erst mit 19 Jahren seine Liebe zum Akkordeon. Neben dem Studium der Musikwissenschaft, Völkerkunde und Geographie war er als Straßenmusiker aktiv und spielte in verschiedenen Ensembles Klezmer und Folk. Seit 1996 ist Søren Thies vor allem solo unterwegs.
Begegnungen mit Künstlern aus Frankreich, England, Israel, Schweden, den USA und verschiedenen Ländern Osteuropas gaben ihm Impulse, die seinen Stil bis heute beeinflussen. Søren Thies singt in deutsch, jiddisch und französisch und hat eine Reihe eigener Lieder geschrieben, sowie deutsch-jüdische Dichter des 19. und 20. Jahrhunderts neu vertont.

Im Frühjahr 1933 wurde eine ganze Generation jüdischer deutscher Musiker, Schauspieler, Kabarettisten, Filmemacher, Schriftsteller und Komponisten über Nacht arbeitslos. Viele, die vorher zu den bedeutendsten und beliebtesten Künstlern ihres Faches gehörten, verloren zuerst ihren guten Ruf, dann ihre Heimat, ihr Publikum und schließlich oftmals ihr Leben.
Søren Thies möchte an die bekannten und auch an die weniger bekannten jüdischen Künstler der Weimarer Zeit erinnern, deren Namen heute zu Unrecht oft völlig vergessen sind. Lieder der Comedian Harmonists treffen auf Tonfilmschlager von Friedrich Hollaender oder Werner Richard Heymann. Kabarett-Songs von Curt Bry und Willy Rosen erklingen neben Texten von Mascha Kaléko oder Theodor Kramer – Ein Chanson-Programm, das die unvergleichlich bunte Musikwelt der späten 20er und frühen 30er Jahre wieder lebendig werden lässt.

14. März 2019:  Paula Cox & Paul Creane waren wieder da!

An diesem Abend haben sie uns nach ihrer ersten Vorstellung im letzten Dezember wieder gezeigt, dass sie nicht nur ein komplett harmonierendes Duo sind, sondern auch zwei individuelle Künstler – jeder für sich mit einer fantastischen Stimme. Ein Geheimtipp für eine authentische und musikalisch wertvolle Performance.


 

 

 

 

 

 

11. April 2019: Samir Kandil mit seinem neuen Programm
WER MICH LIEBT, NIMMT DEN BUS!


Eine musikalische Lesung mit Samir Kandil
Die Kunst der Einfachheit: Ein Klavier, ein Tisch, ein Stuhl, Samir Kandil. Er liest Geschichten, die von den sieben Tagen der Woche inspiriert sind. Geschichten, die jedem passieren könnten, der mit Sylvester Stallone einen Spaziergang durch Paris macht oder sich im Supermarkt mit Fans von Roger Willemsen anlegt. Zwischen den Geschichten spielt er Evergreens am Klavier. Er würde alles tun, um sich und seinem Publikum die Zeit bis zu seinem Nobelpreis so kurzweilig wie möglich zu gestalten. Außer das Niveau senken, versteht sich.
85 Minuten plus Pause, Eintritt ab 18 Jahre.

25. April 2019: Johna

Eine sympathische Sängerin mit einer fantastischen Stimme war bei uns zu Gast.  Johna präsentierte unter anderem Songs aus ihrer neuen EP „Mountains“ –  eine musikalische Reise inspiriert von Natur, Freiheit und Ursprünglichkeit, aber auch von Abschied und Nostalgie. In der Tradition der Singer/Songwriter setzt sie dabei auf handgemachte Musik, persönliche Erfahrungen und Emotionen und kreiert so eine ganz besondere Nähe zu ihren Zuhörern im KulturZimmer.  Der Mut und die Hingabe zu den leisen Tönen, in denen die Emotionen Raum bekommen, zeichnen die Kompositionen aus. Gekonnt spielt JOHNA mit Facetten von Genres wie Country, Singer/Songwriter und Folk, kombiniert mit kraftvollen Motiven wie Fernweh, Liebe und Sinnsuche. Wie die Natur selbst zeigen sich die Songs dabei vielseitig, mitreißend und voller Poesie.

Mit ihrer EP „Mountains“ kreiert JOHNA eine musikalische Welt voller Verletzlichkeit und Poesie, aber auch Lebensmut und Tatendrang. Leise und kraftvoll zugleich. Reduziert, ohne dass etwas fehlt. Wie die Natur selbst!


02. Mai 2019, 19.00: Oliver Steller mit seinem aktuellen Programm „Robert Gernhardt“